Bund für vereinfachte rechtschreibung (BVR)

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nachgeführt 21. 7. 2012

russisch

Wikipedia

artikel «Russische Rechtschreibreform von 1918»

Katja Tichomirowa, Berliner Zeitung, 19. 8. 2004

Reform als Zarenerlass.

Werner Lehfeldt, Neue Zürcher Zeitung, 20. 2. 1998

Es kann keinen Zweifel daran geben, dass die Schrift- und Orthographiereform von 1917/18 unumgänglich war, wenn die zu einem grossen Teil noch analphabetische Bevölkerung Russlands lesen und schreiben lernen sollte.

Sonja Margolina, Neue Zürcher Zeitung, 3. 1. 1998

Allerdings wurde die russische Orthographiereform bereits von der 1904 einberufenen Kommission unter der Leitung des angesehenen Sprachwissenschafters Alexei Schachmatow ausgearbeitet. Seine Vorschläge waren ziemlich radikal, auch aus heutiger Sicht. Damals lief die Bildungsschicht Sturm gegen derartige Sprach­erschütterungen. Erst nach der Machtübernahme der Bolschewiki wurde die Reform in abgemilderter Form […] umgesetzt. […] Freilich konnte die Kulturrevolution das Problem der Rechtschreib­fehler nicht lösen. Die russische Orthographie ist sehr kompliziert und unregelmässig: es gibt mehr Ausnahmen als Regeln. Auch heute ist man vom Ziel einer fehlerfreien Rechtschreibung weiter entfernt denn je. Selbst Zeitungen — die «Literaturnaja Gaseta» bildet dabei keine Ausnahme — erscheinen mit wunderlichen Rechtschreibfehlern. […] Von einer neuen Rechtschreibe­reform, die noch in den siebziger Jahren die unter Leistungsdruck geratene Bildungs­bürokratie beschäftigte, ist im übrigen nichts mehr zu hören.