Bund für vereinfachte rechtschreibung (BVR)

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2011-2-25

Der Bund für vereinfachte rechtschreibung nimmt stellung

Zu «Mithilfe Ihrer Mithilfe, Herr Minister!», Klaus Deterding, klausdeterding.blog.de, 24. 2. 2011

Nachweis unter presse und internet

Gibt es in Deutschland eine «selbst­ernannte obrigkeit»? Also eine diktatur? Dann sollten Sie die schleunigst stürzen, nicht dass Sie noch hinter den libyern hinterherhinken!

Dass die rechtschreibreform «hinter verschlossenen türen» vorbereitet wurde, ist natürlich unfug. Es war eine jahrzehnte­lange öffentliche diskussion, an der sich jeder beteiligen konnte, der sich dafür interessierte. Es hat die selbst­ernannten verteidiger der alten rechtschreibung nicht interessiert – logisch, denn sie sind ja in einem dilemma: Man will nicht mit einer vorschnellen verteidigung schlafende hunde wecken. Keinesfalls will man zeigen, dass man die bestrebungen ernst nimmt. Wer keine änderung will, will auch keine diskussion. Der reformgegner Friedrich Dieckmann hat es schön formuliert: Damals «war es so gut wie unmöglich, kritisches Interesse für das neue Regelwerk zu wecken. Auch bei Marcel Reich-Ranicki ist es mir damals nicht gelungen, er nahm den drohenden Unfug nicht ernst. ‹Das kommt sowieso nicht!› beruhigte er mich am Telefon.»

Übrigens: Der Bund für vereinfachte rechtschreibung (gegründet 1924) ist hinter offenen türen (www.recht­schreib­reform.ch) dabei, die nächste reform vorzubereiten!

Rolf Landolt, selbsternannter reformer