Bund für vereinfachte rechtschreibung (BVR)

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2010-11-12

Der Bund für vereinfachte rechtschreibung nimmt stellung

Diskussion in SchweizerZeitung.ch

16 % können nicht richtig Lesen und Schreiben: Tagung zur Prävention und Bekämpfung von Analphabetismus. SchweizerZeitung.ch, 1. 11. 2010

ausschnitt aus SchweizerZeitung.ch

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Schweiz: Immer mehr Analphabeten | Spottlight.ch sagt:

1. November 2010 um 14:20

[...] auf SchweizerZeitung.ch Dieser Beitrag wurde unter Allgemein abgelegt und mit Analpabetismus, Bundeskanzlei [...]

Rolf Landolt sagt:

8. November 2010 um 18:22

16 % können nicht richtig Lesen und Schreiben – in der tat! Wenn man es richtig könnte, würde man gemäss duden schreiben: «16 % können nicht richtig lesen und schreiben.» Daran hat die rechtschreibreform nichts geändert. Und wenn man schon «alt» schreiben will («daß»), sollte man es auch durchziehen («Schluss»). Nur sähe man ohne ß gar nicht, ob der artikel alt oder neu geschrieben ist. Dass die rechtschreibreform und «denglisch» den illettrismus verstärken sollen, ist humbug.

admin [Reimut Massat] sagt:

9. November 2010 um 19:28

Zu “alt” (bzw. vielmehr bewährt) und “neu”: Die Mitteilung stammt von einer Bundesbehörde und daß in der Schweiz das ß dort nicht verwendet wird, dürfte eigentlich bekannt sein. Insofern hat in der Schweiz ß oder ss nichts mit alter oder neuer Rechtschreibung zu tun. Offenbar sind Sie noch nicht solange in der Schweiz?

Daß man ohne ß nicht sähe, ob der Artikel in bewährter oder einer der zahlreichen Deform-Rechtschreibungen geschrieben sind, ist ja völliger Unfug. Jeder Mensch, der sich auch nur ansatzweise mit der Rechtschreibung bzw. der Rechtschreibreform befaßt hat, weiß das.

Insofern antworte ich auf diese völlig unstubstantiierte Äußerung nicht, weil ich nicht die Zeit habe, Ihnen die zahlreichen inkonsequenten Änderungen der Rechtschreibreform, zu erklären. Informieren Sie sich einfach dazu im Internet oder schlagen Sie mal eine Schweizer Zeitung in einem Archiv (vor Rechtschreibreform) und eine heutige Schweizer Zeitung auf. Dann geht Ihnen sofort ein Licht auf.

Bitte äußern Sie sich nicht im Internet zu Sachen, von denen Sie keine Ahnung haben. Sie disqualifizieren sich ja damit selber. Daher: Erst informieren, dann schreiben :-)

Rolf Landolt sagt:

Dein Kommentar wartet auf Freischaltung.

10. November 2010 um 13:29

> Die Mitteilung stammt von einer Bundesbehörde
Der artikel basiert auf einer mitteilung einer bundesbehörde. Das ist nicht dasselbe. Gewiss gibt es in der mitteilung der bundesbehörde kein ß, aber auch keine hinweise auf rechtschreibreform und «denglisch»! Auch die falsche grossschreibung im titel kann man nicht der bundesbehörde anlasten.

> daß in der Schweiz das ß dort nicht verwendet wird, dürfte eigentlich bekannt sein.
Gewiss, «Schluss» ist aus der pressemitteilung in Ihren artikel gekommen, aber das gilt auch für «Maß». Dass Sie die schreibweise in einem fall aus versehen nicht angepasst haben, kann passieren. Es ist dann aber ein bisschen unfair, den «Schluss»-fehler nachträglich zu korrigieren und mir dann vorzuwerfen, meine stellungnahme sei «unstubstantiiert»! (Ist «unstubstantiiert» bewährt oder neu?)

> Offenbar sind Sie noch nicht solange [korrekt: so lange] in der Schweiz?
Seit der geburt und damit vermutlich länger als Sie.

> Daß man ohne ß nicht sähe, ob der Artikel in bewährter oder einer der zahlreichen Deform-Rechtschreibungen geschrieben sind, ist ja völliger Unfug.
Dann zeigen Sie mir einen einzigen fall im betreffenden artikel, wo man nach neuer regelung anders schreiben würde! Vergleicht man alte und neue schweizer zeitungen, muss man die unterschiede ebenfalls suchen; am ehesten erkennt man sie anhand der worttrennung am zeilenende. Die umstrittenen fälle der zusammen-/getrenntschreibung und der grossschreibung kommen in Ihrem artikel nicht vor und sind auch sonst selten; da kann ich nichts dafür. Einmal mehr stelle ich fest: Die unterschiede zwischen alt und neu sind kleiner als die unterschiede zwischen duden und der real existierenden schreibung (in Ihrem fall: 0 reformunterschiede gegen 3 fehler).

> Bitte äußern Sie sich nicht im Internet zu Sachen, von denen Sie keine Ahnung haben.
Leider tue ich genau das, und zwar ausführlich: http://www.rechtschreibreform.ch

> Zu “alt” (bzw. vielmehr bewährt) und “neu”
Lesenwert unter http://www.rechtschreibreform.ch: «was ist was: stichworte», «bewährt»

> nicht die Zeit habe, Ihnen die zahlreichen inkonsequenten Änderungen der Rechtschreibreform, [kein komma] zu erklären
Das haben schon viele versucht. Siehe http://www.rechtschreibreform.ch. Die neue regelung ist nicht in jeder hinsicht gut und konsequent. Sie ist so gut oder schlecht wie alle anderen resultate von politischen prozessen und machtkämpfen. Aber sie ist besser und konsequenter als die alte. Und von «bewährter» rechtschreibung reden dürfen Sie dann (wenigstens subjektiv), wenn Sie sie beherrschen.

> Daher: Erst informieren, dann schreiben
Jedenfalls freut sich der Bund für vereinfachte rechtschreibung (gegründet 1924), einen neuen, eifrigen leser seines http://www.rechtschreibreform.ch gefunden zu haben!