Bund für vereinfachte rechtschreibung (BVR)

willkommenpersonen → Reiner Kunze
2003-8-24

Wer ist wer in der reformdiskussion? Namen, zitate, anmerkungen.

Kunze, Reiner

titel

dr. phil. h. c.

adresse

D-94130 Obernzell-Erlau bei Passau

biografie

geb. 16. 8. 1933, Oelsnitz, Erzgebirge

1955 diplom-journalist: univ. Leipzig

1962 schriftsteller

1977 übersiedelung von der DDR in die BRD

mitglied: Bayerische akademie der schönen künste

mitglied: Deutsche akademie für sprache und dichtung


zitate

Karl Corino, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23. 1. 2003

Reiner Kunze, der in seinen Gedichten seit Jahrzehnten einer eigenen Version der gemäßigten Kleinschreibung folgt, gehörte zu den Kritikern dieser Reform, sobald deren Inhalte ruchbar wurden.

edo, Süddeutsche Zeitung, 17. 8. 2000

Reiner Kunze meldete sich mit einem Grammatikschnitzer ersten Ranges zu Wort: Die Sprache sei „ein zu hohes Gut, um sie durch pseudorevolutionäre Borniertheit zwangsverarmen zu lassen“. (Die Geduld der Leser ist auch ein zu hohes Gut, als dass man sie mit pseudokritischen Wichtigtuereien strapazieren dürfte.)

neu Reinhard Kahl, Erziehung und Wissen­schaft, 5. 10. 2004, s. 32

Den Vogel schießt Reiner Kunze ab, der als Schrift­steller länger nicht mehr hervor­getreten ist: „Ich habe schon mal gegen eine Mauer gekämpft … seit acht Jahren kämpfe ich wieder gegen eine Mauer, die dies­mal durch meine Sprache verläuft …“