Bund für vereinfachte rechtschreibung (BVR)

willkommenpersonen → Konrad Duden
2011-9-6

Wer ist wer in der reformdiskussion? Namen, zitate, anmerkungen.

Duden, Konrad

biografie

geb. 3. 1. 1829, Lackhausen

gest. 1. 8. 1911, Sonnenberg bei Wiesbaden

studium in Bonn: geschichte, germanistik, klassische filologie

1869 gymnasialdirektor: Schleiz (Thüringen)

1872 veröffentlichung: Die deutsche Rechtschreibung. Abhandlung, Regeln und Wörterverzeichniß mit etymologischen Angaben. Für die oberen Klassen höherer Lehranstalten und zur Selbstbelehrung für Gebildete

1876 direktor: Königliches gymnasium in Hersfeld

7. 7. 1880 veröffentlichung: Vollständiges Orthographisches Wörterbuch der deutschen Sprache, nach den neuen preußischen und bayerischen Regeln


verweise

www.duden.de/ueber_duden/konrad-duden

de.wikipedia.org/wiki/Konrad_Duden


Zitat

Lothar Simmank, Thüringer Allgemeine, 1. 8. 2001

Nur als mäßig guter Schüler erweist sich der junge Konrad im Fach Deutsch: "Sein deutscher Stil ist korrekt und zeugt von Nach­denken; die Kenntniß der Litteratur ist be­friedigend", heißt es in seinem Abiturzeugnis.

Hans Magnus Enzensberger, Der Spiegel, 14. 10. 1996

Wer ist überhaupt dieser Herr Konrad Duden? Irgend­ein Sessel­furzer! Ich halte mich lieber an Lessing, Lichten­berg, Kleist und Kafka.

Karin Arzberger und Uta Hauft, kurier.at, 3. 8. 2008

Würde Herr Duden im Grab rotieren? Weil exakt 97 Jahre nach seinem Tod heute in Öster­reich die neue Recht­schreibung in Kraft tritt? Wohl kaum. Konrad Duden war Weg­bereiter einer ein­heitlichen deutschen Schreibung, und die Weiter­entwicklung einer solchen mit dem Ziel einer Rechtschreib­reform wäre auch in seinem Sinn gewesen. Ob die so aus­gefallen wäre, wie sie der inter­nationale Rat für deutsche Recht­schreibung er­arbeitete, ist eine andere Frage.

Wolfgang Krischke, Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10. 8. 2011

For hundert jaren starb Konrad Duden, ferert als fater der orthografie. Der Mann, dessen Name zum Synonym für buch­stäbliche Korrektheit geworden ist, hätte diese Schreib­weise nicht als Affront empfunden. Duden war ein Anhänger der "phonetischen Schule", er träumte von einer Schreibung, in der jedem Laut nur ein Buch­stabe entspricht und umgekehrt. "Schreib, wie du sprichst" war das Prinzip dieser ortho­graphischen Utopie […].