Bund für vereinfachte rechtschreibung (BVR)

nachgeführt 10. 5. 2013 , 15. 7. 2012

Aus presse und internet

30. 4. 2012

: Mit oder ohne? Die Sache mit dem Häkchen hat einige Haken. , , Ihre Region, Hamminkeln, Ratgeber
Ja, von „Natur“ aus ist es so, der Apostroph kennzeichnet eine Auslassung – von einem einzelnen Buchstaben ('s ist schwer, das könnt' ich nicht), von zwei […] oder mehr Buchstaben (D'dorf, H'keln). Doch seit 1996, als die Rechtschreibreform in die Schulen einzog, haben deren „Macher“ dem Apostroph noch eine weitere Rolle zugestanden: er darf die Grundform eines Personennamens „verdeutlichen“.
: Kommasetzung bei “aber”. ,
Kaum jemand hat heutzutage fundierte Kenntnisse im Bereich Kommasetzung. Das verstehe ich insofern nicht, als die Kommasetzung im Vergleich etwa zur Groß-/Kleinschreibung und der Zusammen-/Getrenntschreibung mit der Reform am wenigsten Änderungen erlebt hat. […] Die am häufigsten auftretenden Fehler zeigen mir aber, dass es sich um grundsätzliche Fehler handelt, die nichts mit der Rechtschreibreform zu tun haben.
: Der Lehrer ist sich selbst ein Rätsel. (Südwest Presse), , Ulm/Neu-Ulm
Das voll besetzte "Klassenzimmer" befand sich am Samstagabend bei der Rätsche im Geislinger Schlachthof. Die Schüler: vorwiegend Lehrer. Der Lehrer: Hans Klaffl. Der Mann mit dem Apostroph im Künstlernamen - in weiser Voraussicht auf die nächste Rechtschreibreform - ließ mit seinem Programm "40 Jahre Ferien - ein Lehrer packt ein" tiefe Einblicke in die Lehrerseele zu.

28. 4. 2012

: Kurioses aus der Schule. Musiklehrer Han’s Klaffl wird im Günzburger Forum gefeiert. , , Lokales, Günzburg
Für seine Bühnenauftritte hat sich Herr Klaffl einen „Deppenapostroph“ in seinen Vornamen Hans gesetzt. Also schreibt sich Herr Klaffl auf der Bühne „Han’s“. Schließlich muss man das ausnutzen, was einem die Rechtschreib­reform erlaubt.

25. 4. 2012

: "Blachhammer un Karthago." , , Neuhaus
Ein Mundartabend sorgte am Samstag im Vereinshaus für unzählige Lacher und feuchte Augen, aber ebenso für nachdenkliche Momente. […] Barbara Meißner, Günther Langhammer, Roswitha Hoffmann, Karl-Heinz Großmann und Wolfgang Brand spielten sich in unterhaltsamen 120 Minuten abwechselnd die Mikrofone zu […]. Weiter ging es im munteren Wechsel der Protagonisten mit "50 Pfennig West", der Rechtschreibreform und dem Kaffee aus Westpaketen, der einen besonderen Duft verströmte, heute aber "ohne Kokain auskommen muss, wie gelbe Rumm ohne Kerosin. Hauptsache, man schreibt Schifffahrt mit drei f."

24. 4. 2012

: "Es gibt einen Fokus auf österreichisches Deutsch." Ruth Wodak über Fehler in Maturaarbeiten und die Abgrenzung von Deutschland. , , Schule & Unterricht
Neben der Zunahme von Anglizismen sind bei den Schülern auch Fehler bei den Satzzeichen häufiger geworden. Welche Rolle spielen die neuen Medien bei der Veränderung der Sprache? Wodak: Natürlich haben die neuen Medien Einfluss. Aber es gibt verschiedene Erklärungsmodelle, warum Satzzeichen oft ein Problem darstellen. Aufgrund der letzten Rechtschreibreform kennt man sich manchmal einfach nicht mehr aus.

23. 4. 2012

: Welttag des Buches: Was lesen denn so die Mitglieder der LT-Redaktion? Neue OZ online, Neue Osnabrücker Zeitung (), , Lokales, Lingen
Heute ist der Tag des Buches. Dazu gibt es ein paar Lesetipps aus der Redaktion der Lingener Tagespost. […] Mein Lieblingsbuch ist, gezwungenermaßen, der Duden. Oder wird das etwa „gezwungener Maßen“ geschrieben? […] Alleine die Tatsache, dass der Duden auf dem Schreibtisch liegt, gibt Sicherheit. Schade finde ich allerdings, dass in Zweifelsfällen nach der Rechtschreibreform die Antwort meines Lieblingsbuches oft ein entschiedenes „Sowohl als auch“ ist […]. (Wilfried Roggendorf)

21. 4. 2012

neu Max Motz meint: Statistisches. Liechtensteiner Vaterland, , s. 4, Inland
Das ist wie mit der neuen Rechtschreibung:Wehte einem damals ein rauher Wind entgegen, ist es heute ein rauer, und wenn einer im Pulk bergan etwas Mühe hatte, schaffte er es noch mit Hilfe anderer, heute nur noch mithilfe. Hilfe!

19. 4. 2012

Programmdiskussion – Wahrung der Identität. (Deutsche Volksunion), , DVU-Programmdiskussion
Eines unserer Kernanliegen ist, dass die Deutsche Identität auch im 21. Jahrhundert und darüber hinaus erhalten bleibt. […] Wir treten daher für die Einführung einer Akademie zum Schutz der deutschen Sprache ein, welche neue Worte eindeutscht und bereits verdrängte wiederbelebt. Ein generelles Werbeverbot in ausländischen Sprachen muss erlassen werden und auch die Medien haben sich wieder ausschließlich der deutschen Sprache zu bedienen. Künftige Rechtschreibreformen sind nur noch durch Volksabstimmungen zu legitimieren.

18. 4. 2012

: Rechtschreibung - der ewige K(r)ampf. (Schweizer Radio DRS 1), , sendung Treffpunkt
Wie schreibt man Rhythmus? Hat Karussell ein oder zwei «r»? Schreibt sich «des Weiteren» gross oder klein? Diese und ähnliche orthografische Fragen kennt (fast) jeder. Die Sendung «Treffpunkt» geht der Rechtschreibung auf den Grund.
: «Treffpunkt» zum Thema Rechtschreibung. Schweizer Radio DRS 1 (), , 9 bis 11 uhr (dauer 1h 4'), vormittags­sendung
DRS eis am mittwuch vormittag mit em «Träffpunkt». Jä, schriibt mä etz «herzlich willkommen» – beides gross, «Willkommen» gross oder chlii? Wänn ja, isch etz das äs subschtan­tivierts adjektiv? […] Oder dr Karl Heim hät es mail gschribe […]; er laboriert wägä eme protokoll schu de ganz wuche umenand a dr korräkte schriibwiis vum woort «Kunden­akquisition». Antwoorte uf die frage gits bi üs im «Träffpunkt» zum tema rächtschriibig. En schprachwüsseschaftler [Rudolf Wachter] git antwoort; er seit üs, worum s überhaupt d rächtschriibig bruucht. Und schpitzet Si jetz schu dr bleischtift bezieigswiis fared Si ire computer ufe. Mir bittet nämli im lauf vu dere sändig zum diktat. […] Am mikrofon d Ladina Spiess – mit 2 s. […] Worum bruuchts dänn d rächtschriibig, herr Wachter? [Wachter:] Ich glaube, d rächtschriibig bruuchts drum, damit mir bim läse vu täggscht nid abglänkt wärdet. Ich sälber bi am glücklichschte, wänn ich en täggscht lise und d rächtschriibig überhaupt nid waarnime. Und jetz, i de letschte füfzä, sächzä jaar, dur de reform […] sind varianteschriibige uuftaucht und au offiziell legalisiert woorde. Nid jede läser reagiert gliich uf de variante. Es gi sonigi, wo eender moderner, reformistischer dänked, anderi – vier feuftel vo dr bevölkerig händ vor nünze­sächse­nünzg gleert schriibe und läse –, die reagiered eender negativ uf de reformschriibige. Drum isch es im grund gnuu am beschte, wänn d ortografii möglichscht unsichtbar bliibt.

Die anschliessende frage der moderatorin, ob er damit eine möglichst einfache rechtschreibung meine, konnte Wachter natürlich nicht bejahen. Denn so ganz war ihr anscheinend nicht klar, wer da ihr gast war. Wachter ist kein ortografiespezialist und kein praxisberater (was nicht verborgen blieb), sondern befasst sich mit historisch-vergleichender sprachwissenschaft und seit ein paar jahren mit der begründung einer kategorischen ablehnung jeglicher recht­schreib­reformen. Wo die moderatorin eine «liechti kritik gägeüber dr neue tütsche rächtschriibig» heraushörte, ging es um handfeste agitation und unverhüllte reklame für die SOK. Übrigens: Wenn das lesen durch varianz beeinträchtigt würde, dürften wir überhaupt nichts lesen ausser ganz wenigen zeitungen und büchern (Fundsachen). Und die bevölkerung besteht nicht mehr zu 80 prozent aus «alten», sondern mittlerweile zu 70 – und das auch nur, weil wir schweizer so alt sind. In Nigeria wären es 34 prozent. – Siehe auch zitat.

16. 4. 2012

: Bastian Sick erklärt, was ein „Schoßaufsatz“ ist und weshalb der Brandenburger das Plusquamperfekt liebt. , , Lokales, Potsdam
Am 18. April kommt der „Sprachpapst“ nach Potsdam. […] Fast vorbei ist mittlerweile die große Aufregung um die Rechtschreibreform. Wie beurteilen Sie als „Sprachpapst“ die Reform: Segen oder Fluch? Sick: Die Reform ist zweischneidig. Es gab brutale Fehler in der Umsetzung, die aber in vielen Fällen zurückgenommen wurden. Viele Leute regen sich aber auf, ohne genau zu wissen, was der aktuelle Stand ist.

14. 4. 2012

: Von oben nach innen schauen: Jubiläen haben manchmal Sinn. Die Presse (), , Meinung, Gastkommentar
Aber am Rechtschreib-Duden kommt man nicht vorbei, am Stilwörterbuch auch nicht, und der Grammatik-Duden ist der Tod der Selbstsicherheit. […] Hinzu kommen die Folgen mehrerer Phasen gut gemeinter Rechtschreibreform. Oder gutgemeinter? Der Duden empfiehlt wie so oft eins von beiden, erlaubt aber auch das andere. Sarkastisch könnte man sagen: Duden und Zeitungen haben eine verheerende Wirkung in verheerender Zeit. Das wäre aber von pauschaler Unartigkeit. Wahr ist vielmehr, dass sich die Sprache nicht knebeln lässt.

11. 4. 2012

: Herzlich willkommen! Spiegel Online (), , Kultur, Zwiebelfisch
Auch wenn es dank E-Mail und SMS seit Jahren einen starken Trend zur Kleinschreibung gibt, so findet man andererseits immer wieder groß­geschriebene Wörter, die sich die Großschreibung gar nicht verdient haben. […] Auf unzähligen Schildern, Tafeln und Transparenten werden Reisende und Kunden mit den Worten "Herzlich Willkommen" begrüßt. […] Beim "bitte"-Schwesterwort "danke" ging die Verwirrung so weit, dass die Rechtschreib­reformer beschlossen, die Groß­schreibung für zulässig zu erklären. […] In der nächsten Rechtschreib­reform wird dann vielleicht "Herzlich Willkommen" für korrekt erklärt und "Neues Jahr" zum Namen ernannt. Das möchte ich aber "Bitte" nicht mehr erleben müssen!

9. 4. 2012

: „Rechtschreibreform“ im Gemeinderat. , , Lokales, Landkreis Erding, Holzland
Einzelne Ortsteile der weit verstreuten Gemeinde sind nicht einmal im amtlichen Ortsregister aufgeführt […]. Viel Recherchearbeit hat die Verwaltung in die Schreibweise der Ortsnamen von Grabruck und Öd gesteckt. […] So wurde 1913 Grabruck einmal „Grahbruck“ geschrieben, und Öd hat ein Gemeindeschreiber lange vor dem Internetzeitalter, nämlich 1909, einmal „Oed“ geschrieben. Der Gemeinderat fasste jetzt den Beschluss, dass die amtliche Schreibweise jetzt „Grabruck“ und „Öd“ zu sein hat.

8. 4. 2012

: Fokussiert. Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, , nr. 14, s. V8, Technik & Motor (84 wörter)
So ist […] darauf hinzuweisen, dass es sich bei deren Ankündigung am vergangenen Sonntag natürlich um einen Aprilscherz gehandelt hat. Wie vielen Lesern der Scherz gefallen hat, ließ sich im Internet ablesen: Es war der am häufigsten angeklickte Artikel des Sonntags. Scherz beiseite: Ein Wegfall der Umlaute wäre kontraproduktiv. Texte in Groß- und Kleinschrift sind leichter lesbar, ebenso solche mit Umlauten und ß.

Darüber, was leichter lesbar ist, gehen die meinungen auseinander. Im fall der gross- und kleinschrift ist allerdings nicht ersichtlich, wogegen sich die bemerkung richtet – sie war kein tema im aprilscherz-reformvorschlag.

6. 4. 2012

: Politischer Kampf um die Sprache. , , science.ORF.at, ÖAW Young Science
Was insgesamt betrachtet auffällt, ist ein Wandel im Diskurs über Sprache […]: In den 1980er- und 1990er-Jahren wurde die Sprachenfrage hauptsächlich noch anhand von Themen wie Jugendsprache, Rechtschreibreform und Anglizismen ausgefochten. Dabei spielten kulturpessimistische Interpretationen eine große Rolle: Sprachwandel wurde, vorwiegend von Nicht-LinguistInnen, vielfach zum Sprachverfall hochstilisiert. […] in eine andere Stoßrichtung weisend, erscheint demgegenüber der aktuelle Diskurs über Sprache im 21. Jahrhundert: Hier geht es nicht mehr um den Gebrauch und das innere System einer einzelnen Sprache, sondern um die Funktionen und Beziehungen von mehreren Sprachen.
: Günter Grass: Dichter auf heiklem Terrain. (OÖNachrichten), , Menschen
Schweigen war für Grass nie Gold. Er trat öffentlich ein gegen den Vietnamkrieg und die Wiedervereinigung Deutschlands (und für eine Konföderation beider Staaten), für Bundeskanzler Willy Brandt und die SPD, gegen die Atomkraft und die Rechtschreibreform.

5. 4. 2012

: Politik ist des Dichters zweites Element. Der Standard (), , s. 32, Kommentar, Kopf des Tages
Was den Dichter und Zeichner Grass nicht schon alles bewegte: […] Er sprach sich im Februar 1990 vehement gegen eine rasche Wiedervereinigung aus und plädierte stattdessen für eine Föderation. Er brach wegen des Asylkompromisses 1992 mit seiner geliebten SPD. Er trat mit dem ganzen Gewicht seiner Autorität gegen die Rechtschreib­reform auf.

2. 4. 2012

: Thannhausen und Tannhausen: Freundschaft – mit und ohne „h“. , , Lokales, Krumbach
„Schuld daran“, so Freiherr Michael von und zu Thannhausen, „war eine Rechtschreib­reform im Jahre 1903.“ Und obwohl die Vorfahren des Freiherrn und stell­vertretenden Bürger­meisters der Riesgemeinde damals eine Eingabe beim Kultusministerium machten, mit der Bitte, von einer Entfernung des „h“s abzusehen, blieben die Regierenden stur. […] Mit Muth und thut, mit Thür und Thor verlor also auch Tannhausen sein „h“, und Bürger wie Edelleute der Gemeinde müssen sich seither damit trösten, mit dem Tann­häuser von Richard Wagner literarisch und musikalisch verewigt worden zu sein, weil der sagenhafte Minne­sänger aus der frei­herrlichen Familie stammt.

1. 4. 2012

: Das war lengst yberfellig. Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (), , nr. 13, s. V8, Technik & Motor, Tech-Talk
Die Deutsche Gesellschaft für Sprache im Technischen Zeitalter (DGSTZ) plant in Berlin zusammen mit den knapp zwanzig Kultusministerien die Reform. Sie stützt sich dabei in erster Linie auf Erfahrungen bei der letzten Rechtschreibreform. Vor allen Dingen ist von Anfang an die rege Beteiligung der Schreibenden vorgesehen. Die Anpassung des Deutschen an globale Gegebenheiten soll mit dem Verzicht auf das „scharfe S“ beginnen, danach sollen aber auch zügig die Umlaute Ä, Ö, und Ü entfallen. […] Weitere Vorschlege betreffen den im Deutschen allerumstendlichsten Laut, das sch. […] Doch bis wir effizient Cule und Caclik schreiben werden, mag es noch manches Jehrchen dauern. Caun wir mal.

30. 3. 2012

: Aufgefallen: Seilziehen um Buchstaben und Akzente. Neue Zürcher Zeitung, , 233. jg., nr. 76, s. 2, Seite zwei
Im krisengeschüttelten Portugal finden sich noch reichlich Freiräume für Zwiste abseits der Krise. Zwischen Teilen der geistigen Elite tobt etwa ein Grabenkrieg um eine Reform der portugiesischen Rechtschreibung, die seit über zwanzig Jahren geplant war, aber erst in jüngerer Zeit auf breiter Front in den Alltag einzog.

27. 3. 2012

: Ein Sprachgenie alter Garde. , , Schwarzwald-Baar-Heuberg
Sebastian Krämer gastierte im Gütenbacher „Hanh-Art“. […] Selbst so eine ehrwürdige Institution wie die Volkshochschule bekommt ihr Fett ab […] und die Deutschlehrer werden wortgewaltig niedergemacht, denn „sie hätten die Rechtschreibreform verhindern können“.

26. 3. 2012

: Studenten ohne Rechtschreibkenntnisse. Frankfurter Allgemeine Zeitung, , s. 8, Briefe an die Herausgeber
Wie kann es sein, dass an deutschen Schulen Schüler die Hochschulreife erwerben und es offenbar an den Schulen weder erkannt noch in irgendeiner Form sanktioniert wird, dass die Betreffenden nicht in der Lage sind, drei aufeinanderfolgende fehlerfreie und verständliche Sätze zu schreiben (geschweige denn, eine ganze Seite)?
: Goethe und die Ausbreitung des Allerweltswortes. (Mitteldeutsche Zeitung), , Lokales
Die Neue Fruchtbringende Gesellschaft hatte […] gemeinsam mit der Anhaltischen Goethe-Gesellschaft zu einem Vortrag über die deutsche Sprache geladen. […] Es referierten der Germanist Josef Mattausch, Vorsitzender der Leipziger Göthegesellschaft, und der Journalist Eike Christian Hirsch. […] Den Auftakt machte Eike Christian Hirsch, der sich als Journalist des NDR und Schriftsteller im Besonderen der deutschen Sprache und ihrer Pflege widmet. […] Aktuelle Entwicklungen in der deutschen Sprache und Beispiele der Sprachregulierung nannte Hirsch auch. Doch er ging nicht auf Anglizismen und die Rechtschreibreform ein, sondern übte als "laienhafter Sprachfreund" Kritik am Umsichgreifen von Allerweltsworten wie "Problem", "Kontakt", "positiv" und "negativ", die sich zunehmend im Sprachgebrauch verbreiteten.

16. 3. 2012

neu : Die Recht-schreibung der Wahlen. St. Galler Tagblatt Online (), , Panorama
Wohlbekannt ist etwas anderes als wohl bekannt – das Beispiel, seinerseits wohlbekannt, steht hier einmal mehr für die Einsicht, dass die Rechtschreibreform in einem entscheidenden Punkt Chaos angerichtet hat: in der Vernebelung der Differenz zwischen wörtlicher und übertragener Redeweise.

13. 3. 2012

: Genf, Freiburg und Zug mit Flair für Orthografie. 20 Minuten (), , s. 2 bis 3, Auftakt (323 wörter)
Für manche ist Rechtschreibung Glückssache. […] «Wiedersacher» statt «Widersacher» oder «Gradwanderung» statt «Gratwanderung»: Bei deutschen Begriffen hauen die Internetnutzer aus Graubünden am häufigsten daneben. Dies ergab eine Auswertung von 20 Minuten aufgrund falsch geschriebener Google-Suchwörter von 2004 bis heute. […] Peter Müller von der Schweizer Orthographischen Konferenz hat Verständnis für die Schwierigkeiten: «Sprache ist nicht durchgehend logisch, es gibt viele Ausnahmen. Selbst für Fachleute ist die deutsche Rechtschreibung nicht einfach.» […] «Möglichst oft gute Texte lesen, so entsteht Rechtschreibkompetenz

12. 3. 2012

: Bastian Sick erklärt sprachliche Untiefen in der Orangerie. , , Kultur
Nicht zuletzt seit einer verpatzten Rechtschreibreform, die später in Teilen wieder zurückgenommen wurde, finden sich in unserer Orthografie und Grammatik zahlreiche, teils geschickt versteckte Fallstricke. Wie gut, dass es einen Aufklärer gibt, der um die Fehler weiß: Bastian Sick – der Mann für alle Fälle. In der Orangerie führte er am Sonntagabend die absurdesten Irrtümer vor […].

10. 3. 2012

: Marktplatz 11: Gebündelt. Badische Zeitung (), , Emmendingen
So hat sich auch bei der Beschilderung des neu eingerichteten Erlebnisparcours im Stadtwald ein "Barfusspfad" eingeschlichen. Offensichtlich zum Verdruss eines Sprachhüters. Dieser korrigierte den Fehler nun in Selbsthilfe. Über das "ss" schraubte er kurzerhand ein Holzstück mit einem "ß".

5. 3. 2012

: Plädoyer für kleine Schnörkel. Bildung: Neue Grundschrift für Schulanfänger ruft Sprachschützer auf den Plan. (Nordwest Zeitung), , Kultur
Schon bei der Rechtschreibreform sind Sprachschützer auf die Barrikaden gegangen, nun gibt es ein neues schulpolitisches Thema, das die Gemüter erhitzt. […] Ähnlich wie bei der Rechtschreibreform hat man nur Gutes im Sinn: Schüler seien oft mit dem Erlernen der Schreibschrift überfordert. […] Noch „nicht als Weltuntergang“ sieht der Verein Deutsche Sprache (Dortmund) die Einführung der Grundschrift. Gleichwohl warnt ihr Geschäftsführer, der Germanist Dr. Holger Klatte, nachdrücklich davor, die Schreibschrift aufzugeben. […] Das Problem liege „ganz woanders“, etwa in der Tatsache, dass immer weniger Kinder die Schule verlassen, ohne sich in der deutschen Sprache verständlich machen zu können, und sich letztlich auf dem Niveau von Analphabeten befänden.

Ja, z. b. bei der kommasetzung …