Bund für vereinfachte rechtschreibung (BVR)

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2016-12-5

Wer ist wer in der reformdiskussion? Institutionen, zitate, anmerkungen.

Neue Zürcher Zeitung

 

NZZ

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erscheinungsweise

täglich, montag bis samstag

auflage

115 510 (2016), 159 003 (2003)

ausgaben

schweizer ausgabe, internationale ausgabe


gründung

1780


besitzverhältnisse

NZZ-mediengruppe, AG für die Neue Zürcher Zeitung

weltanschauliche
ausrichtung

konservativ, liberal


verweise

www.nzz.ch/dossiers/2004/rechtschreibreform

www.nzz.ch/dossiers/dossiers2000/rechtschreibung


Zitate

mey., Neue Zürcher Zeitung, 14. 8. 2004

Die NZZ stand der Rechtschreib­reform von Anfang an skeptisch gegenüber. Während einzelne An­ordnungen mit Blick auf die sogenannte Ver­einheitlichung nicht zu be­anstanden waren, weckten andere Regelungen Kritik. Deshalb ent­schloss sich unser Haus bereits im Frühling des Jahres 2000, eigene Wege über­all da zu gehen, wo die Reform die Sinn- und Bedeutungs­zusammenhänge im sprachlichen Ausdruck be­einträchtigte oder gar auflöste.

Neue Zürcher Zeitung, 31. 7. 1999, s. 11

Die «Neue Zürcher Zeitung» wird in einigen Wochen [15. 5. 2000] einen Teil der Änderungen gemäss der neuen Recht­schreibung übernehmen. Als Nachschlage­werk wird für die NZZ Duden Band 1 («Die deutsche Recht­schreibung», 21. Auflage) verbindlich sein — und zwar in seiner traditions­bezogenen Version. Das heisst: überall dort, wo Duden die herge­brachten Formen zulässt, werden wir diese anwenden.

Stefan Stirnemann, recht­schreib­reform.com, 14. 9. 2003

Herr Dové er­läuterte die Schwierig­keiten und die Haltung der NZZ. Über­nommen habe die NZZ alle Regeln, die keine Be­deutungen ver­änderten, z. B. „heute Abend“.

Basler Zeitung, 7. 9. 2004

Sechzig meist deutsche Professoren hatten mit einer Petition «für die bewährte Recht­schreibung» die Schweiz aufgefordert, ebenso aus der neuen Regelung wieder auszusteigen, wie dies prominente Verlags­häuser vom «Spiegel» bis zur «FAZ» auch bereits getan haben. Und die NZZ teilweise: Sie behandelt die Reform wie einen Selbst­bedienungsladen «à la carte» und befolgt nur, was ihr passt.

Neue Zürcher Zeitung, 4. 8. 2014

Die NZZ hat [die recht­schreibung von 1998] nie voll­umfänglich akzeptiert, was sich angesichts der viel­stimmigen Kritik am ursprünglichen Regel­werk als überaus weit­sichtig erwies. Am 1. August 2006 legte der Rat ein angepasstes Regel­werk vor, das für die Schweiz, Deutschland und Österreich für verbindlich erklärt wurde. Es entsprach fast vollständig der von der NZZ bereits gepflegten Praxis.