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2018-3-4

Bin ich denn der Einzigste hier, wo Deutsch kann?


autor

titel

Bin ich denn der Einzigste hier, wo Deutsch kann?

untertitel

Über den Niedergang unserer Sprache.

verlag

riva (link zum buch: m-vg.de)

ort

München

datum

2018

auflage

8

isbn

978-3-86883-549-6

ausstattung, umfang

broschiert, 186 s.

frühere ausgabe

umschlag

umschlag

verlagstext

Es war einmal eine Sprache, die vor lauter Poesie und Wohlklang die Menschen zu Tränen rührte. Die von Dichtern und Denkern immer weiter per­fektioniert wurde. Die um ein Haar auf der ganzen Welt ge­sprochen worden wäre. Das aber ist lange her – und ein für alle Mal vorbei. Heute ist Deutsch ein linguistisches Auslauf­modell!

auszüge

Warum es dämlich gewesen wäre, nämlich mit einem Dehnungs-h zu schreiben, hinterfragten wir nie. Wir vertrauten darauf, dass sich die schlauen Leute, die unsere Sprache er­funden hatten, schon etwas dabei gedacht hatten. […] Dann kam, just als wir ins Berufs­leben ein­steigen wollten, die Reform der deutschen Recht­schreibung von 1996, und in unserer Sprache brachen Chaos, Anarchie und Tumult aus. […] Aus heutiger Sicht lässt sich ohne den geringsten Zweifel fest­stellen, dass diejenigen, die damals diese sogenannte Reform zu ver­antworten hatten, dem Deutschen einen ir­reparablen Schaden zufügten. (S. 158)

Wichtige Anmerkung: Dieses Buch wurde gemäß der zum Zeit­punkt der Druck­legung gültigen Recht­schreibung verfasst. Sollte sich die Recht­schreibung zwischen­zeitlich erneut geändert haben, bitten wir um Nach­sicht. (S. 185)

inhalts­verzeichnis

Vorwort von Prof. Dr. Hellmuth Karasek7
Weil uns schon am Anfang der Spaß verging11
Weil die Fruchtbringende Gesellschaft nicht durchgehalten hat15
Weil die Berliner lieber auf dem Trottoir laufen wollten20
Weil kein Schüler je Karl May in der Schule lesen durfte24
Weil Muhlenberg dagegenstimmte27
Weil uns die Grimms Märchen erzählten31
Weil es in Preußen zu viele Beamte gab35
Weil der Größte Feldherr aller Zeiten herrschte39
Weil unsere Großväter Chewing Gum und Elvis liebten43
Weil die Beatgeneration nicht mehr reden wollte wie ihre Eltern47
Weil in den Kommunen zu viel gelabert wurde51
Weil wir uns Goethe von der falschen Seite her näherten55
Weil Disney mehr Bumm! war als Dürrenmatt61
Weil wir alles abkürzen wollten66
Weil wir verlernten, Briefe zu schreiben69
Weil Politiker plötzlich um den heißen Brei herumredeten73
Weil Statements auf einmal gesprayt wurden78
Weil alles nur noch geil war81
Weil ein Holländer Deutschlands erster Showmaster war84
Weil Berta’s Snack’s zwei Apostrophe zu viel hatte88
Weil wir ein Volk wurden93
Weil Wichtigtuer das Lean Management erfanden97
Weil wir Döner nur mit scharf aßen102
Weil der Kevinismus um sich griff106
Weil die Politik das Gender-Mainstreaming beschloss111
Weil Fußballer zu sprechen begannen115
Weil der Coffee to go nach Deutschland kam119
Weil nicht nur Jil Sander Bullshit redete123
Weil die E-Mail vom Segen zum Fluch wurde127
Weil der deutsche Schlager auch keine Lösung war131
Weil uns die Bahn zum Infopoint schickte136
Weil RTL2 auf Sendung ging139
Weil wir die SMS entdeckten145
Weil der Schlussverkauf zum Sale wurde149
Weil Bushido und Kollegas Erfolg hatten153
Weil die Rechtschreibreform in die Hose ging157
Weil Georg einen Jaguar fuhr162
Weil Artikel voll spackig wurden166
Weil wir zu zwitschern begannen171
Weil wir diese schönen Wörter nicht mehr verwendeten175

kritik

Warum wurde dieses buch «gemäss der gültigen recht­schreibung» verfasst? Warum passt man sich den «sprach­stümpern» an? Wer sonst soll denn den «nieder­gang der sprache» auf­halten? Die erklärung: Es ist die obrigkeits­hörigkeit der deutschen (nicht der schweizer), die einer reform – wie man sieht – zu einer raschen durch­setzung verhilft. Grund zur freude besteht aller­dings nicht. Obrigkeits­hörigkeit ist immer etwas schlechtes, vor allem auch für orto­grafische inno­vationen. (Siehe die ausrede des Hamburger Abend­blatts.)